Triff Luci 6000, den Sex- Roboter

Millennials haben echt ein paar seltsame Ideen in Bezug auf Sex - zumindest wollen dich das bestimmte Schlagzeilen glauben lassen. Texten ist unser Vorspiel. Wir sind süchtig nach Tinder, haben aber letztendlich mit weniger Partnern geschlafen. Wir machen es viel weniger als die Generationen vor uns, aber wenn wir tatsächlich einmal Glück haben, lieben wir gerade mal ein wenig mehr als eine postkoitale Pizza-Lieferung.
Triff Luci 6000, den Sex- Roboter

Triff Luci 6000, den Sex- Roboter

Millennials haben echt ein paar seltsame Ideen in Bezug auf Sex - zumindest wollen dich das bestimmte Schlagzeilen glauben lassen. Texten ist unser Vorspiel. Wir sind süchtig nach Tinder, haben aber letztendlich mit weniger Partnern geschlafen. Wir machen es viel weniger als die Generationen vor uns, aber wenn wir tatsächlich einmal Glück haben, lieben wir gerade mal ein wenig mehr als eine postkoitale Pizza-Lieferung.
Es gibt viele verwirrende Erkenntnisse und direkte Widersprüche in Bezug auf die Spekulationen und Untersuchungen rund um den Millennial-Sex. Dies erforscht nun die Themenkünstlerin Maggie West mit ihrer neuesten Installation, einem satirischen Sexting-Roboter mit dem Namen Luci 6000, der bis zum 15. Februar das New Yorker Museum of Sex bewohnt.

„Ich habe das Konzept für Luci entwickelt, nachdem ich viele Artikel über Sex unter Millennials gelesen habe", erzählt West dem Playboy. „Wir wurden sowohl als hypersexuelle digitale Narzissten, die besessen von Dating-Apps sind, ohne uns wirklich binden zu können, als auch als entsexualisierte Drohnen dargestellt, die zu sehr von den eigenen digitalen Persönlichkeiten besessen sind und uns deshalb nicht sexuell aufeinander einstellen können. Luci spielt mit beiden Stereotypen und verspottet unseren echten digitalen Narzissmus und die Medien, die bezüglich unserer Generation völlig übertreiben.“

Trotz ihrer unmenschlichen Herkunft ist Luci (entsprechend dieser unpassenden Schlagzeilen) genauso sex- und technologieverrückt wie jeder andere unserer Generation. Neben ihrer Installation im Fenster von MoSex, wo sie lustvolle Texte mit neugierigen Passanten (extra öffentlich über einen großen nach außen gerichteten Bildschirm) austauscht, ist sie auch auf verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv. Lucis Instagram-Account wird von West geführt, während ihr Twitter-Account vorprogrammierte Antworten enthält (wie z.B. „steck ihn in meinen PCI-Schlitz") und von West und Freunden wie Darcie Wilder, Kas5h, Eric Curtin und Greg Mania ausgedacht worden sind.

Luci ist eine Zusammenarbeit zwischen West, MoSex und dem Luxus-Sexspielzeug-Hersteller Lelo, der auch 98,Wests letzte Ausstellung, finanzierte. Wie bei 98, die sexuelle Übergriffe und Slutshaming anprangerte, schließen Wests provokative Fotografien von Luci auch Auftritte von Schriftstellerin Gaby Dunn, Künstler Whitney Bell, Model Jazzmyne Jay, und den erwachsenen Performern Abella Danger, Ana Foxx und Riley Nixon ein.

West hofft, dass ihr neuestes Projekt Erwachsene jeden Alters dazu ermutigt, mit Luci über Textnachrichten und / oder in den sozialen Medien zu spielen, anstatt die Unterschiede der Kommunikationsmethoden zwischen ihnen und anderen Generationen zu bekämpfen. „Es ist einfach, etwas von einer Gruppe anzunehmen, die man nicht versteht", sagt West. „Ich glaube, das bringt die Menschen oft dazu, negative Verallgemeinerungen über Jüngere in den Raum zu stellen. Allerdings es ist es auch wahr, dass sich mit der Technologie auch unsere Kommunikationsmethoden ändern. "

„Ich denke nicht, dass Millennials von Natur aus leidenschaftslos oder beziehungsunfähig sind", sagt West. „Ich denke nur, dass wir anders als frühere Generationen kommunizieren. Und da dieses ganze Projekt satirisch ist, hoffe ich, dass die Leute den Witz verstehen und Spaß daran haben. „Luci wird sich natürlich amüsieren (eine Erleichterung für alle heterosexuellen Männer, die sich plötzlich um das Vergnügen ihrer Partnerin sorgen); West beschreibt sie als „nicht urteilenden und polyamorösen weiblichen Lovebot, der auf jede mögliche denkbare Weise virtuell connecten möchte. Obwohl ich gehört habe, dass sie ziemlich einengen kann.“

Dennoch setzt der Bot, genau wie ihre menschlichen Gegenstücke, klare Grenzen: „Wenn du Luci Schwanzbilder sendest oder anfängst gemein zu werden", fügt West hinzu, „wird sie dich blockieren.“

Autor: Nora Whelan, Playboy US