Wegen Corona: Jägermeister spendet 50.000 Liter Alkohol

Wegen Corona: Jägermeister spendet 50.000 Liter Alkohol

Wegen Corona: Jägermeister spendet 50.000 Liter Alkohol

Deutschland braucht Alkohol. Und zwar viel davon. Zur Herstellung von Desinfektionsmittel werden im Zuge der Corona-Pandemie Unmengen davon benötigt. Um die Produktion zu sichern, reagieren nun auch deutsche Destillerien.

"Alkohol, ist dein Sanitäter in der Not", sang schon Herbert Grönemeyer. Doch was 1984 als lyrischer Seitenhieb des Sängers auf die Volksdroge gelten sollte, ist nun, im Angesicht der Coronoa-Pandemie, ernste Realität. Denn Ethanol, also reiner Alkohol, ist der wesentliche Bestandteil von Desinfektionsmitteln. Und inzwischen ein rares Gut.

Aus diesem Grund lässt sich das Klinikum Braunschweig mit Alkohol von Firmen aus der Region beliefern. Unter den Zulieferern ist auch das bekannte Traditionsunternehmen "Jägermeister" aus Wolfenbüttel, das der Apotheke des Klinikums nun 50.000 Liter Ethanol spendet. Beim Transport soll die Feuerwehr der Stadt helfen. "Wir haben verstanden, dass es an der Stelle offensichtlich einen hohen Bedarf gibt", zitiert die FAZ den Jägermeister-Mehrheitseigentümer Florian Rehm.

Aus dem Alkohol soll Desinfektionsmittel für die Krankenhäuser aus der ganzen der Region hergestellt werden. "Die Produktion ist eine Premiere und der aktuellen Notlage geschuldet", sagte Geschäftsführer Andreas Goepfert, "Mit der eigenen Produktion stellen wir sicher, dass das Klinikum Braunschweig erst einmal mit Desinfektionsmittel versorgt ist."

Auch das Kölner Unternehmen Klosterfrau Healthcare (früher Klosterfrau Melissengeist) will 100.000 Liter Desinfektionsmittel an das Land Nordrhein-Westfalen spenden. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Schon kommende Woche wolle das Unternehmen 150.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel spenden. Insgesamt gebe Klosterfrau 500.000 Flaschen.

Wegen des neuartigen Coronavirus war die Nachfrage nach den Mitteln gestiegen, was zeitweise zu Lieferschwierigkeiten geführt hatte. So hatten in Bayern bereits Ende vergangener Woche mehrere Schnapsbrennereien angekündigt, Apotheken und Kliniken mit Alkohol für die Herstellung des sterilisierenden Mittels zu beliefern.

Autor: Max Marquardt, Playboy Deutschland

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