Die Deutschen vermissen Partys und Geselligkeit

Die Deutschen vermissen Partys und Geselligkeit

Die Deutschen vermissen Partys und Geselligkeit

Die Deutschen gelten im internationalen Vergleich als nicht besonders feierfreudig und schätzen sich in dieser Hinsicht selbst eher mäßig (59%) bis rückständig (15%) ein. In Wahrheit sieht es aber ganz anders aus, wie sich in der Corona-Krise und in unserer aktuellen Umfrage des Monats zeigt.

Mehr als jeder fünfte Deutsche hat den Corona-Einschränkungen zum Trotz Partys gefeiert und dabei offenbar zum Teil auch gegen Auflagen verstoßen. So gaben 21,1 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen repräsentativen Deutschland-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Norstat im Auftrag des Playboy an, während der Zeit der Corona-bedingten Beschränkungen gefeiert zu haben, etwa 64 Prozent davon bei sich oder Freunden zuhause, 11,7 Prozent auf „heimlich organisierten“ Partys in der Natur, 9,4 Prozent auf ebensolchen Partys in Städten und 4,2 Prozent im Ausland.

Aber auch risikofreie Möglichkeiten zum Freundetreffen wurden genutzt. So verabredeten sich rund 17 Prozent der feierfreudigen Deutschen in Online-Videochats.

Mit einer Ablehnung der Pandemie-Maßnahmen ist das Verhalten den für Playboy erhobenen Zahlen zufolge nicht zu erklären. So äußerten in der Umfrage 86,8 Prozent der Deutschen Zustimmung für die Corona-bedingte Schließung von Clubs und Diskotheken, und 90,5 Prozent finden es laut der Erhebung richtig, dass Großveranstaltungen wie das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr nicht stattfinden dürfen.

Den meisten fehlt "das Rauskommen aus der Alltagsumgebung"
Hintergrund der zum Teil rechtswidrigen Partys scheint vielmehr das Bedürfnis nach sozialen Kontakten zu sein: Nahezu die Hälfte der Deutschen (46,1 Prozent) äußerten in der Umfrage, dass sich ihre stärkste empfundene Einschränkung durch die Pandemie-Maßnahmen auf mangelnde Geselligkeit bezieht, am meisten vermissten die Befragten demnach ihre Freunde (46 %) und „das Rauskommen aus der Alltagsumgebung“ (38,4 %). 63,3 Prozent der Deutschen gaben in der Umfrage an, es mindere ihre Lebensqualität, nicht feiern zu dürfen.

Vor den Einschränkungen durch Corona gingen nach eigenen Angaben 30 Prozent der Deutschen mehrmals pro Monat feiern, 13,2 Prozent waren mindestens einmal pro Woche unterwegs – und zwar am liebsten auf Privatpartys daheim (49 Prozent) und bei Freunden (45 Prozent) sowie auf Volksfesten (29 Prozent). Bars und Kneipen (28 Prozent) sowie Clubs und Diskotheken (25 Prozent) rangieren in der Beliebtheit auf den Folgeplätzen.

Das Meinungsforschungsinstituts Norstat befragte für PLAYBOY 1010 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen in Deutschland.

Autor: Maximilian Marquardt

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